1.-Mai-Feiertag

Autor/in: Nina Harner

Am 1. Mai ist es wieder so weit: Es wird traditionell der Maibaum aufgestellt. Die Tradition dieses Baums und seines Brauchtums ist in manchen Gegenden so tief in uns verwurzelt wie das Weihnachts- oder Osterfest. Doch was feiern wir eigentlich?

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Man feiert ihn unter anderem als „Tag der Arbeit“ und dieser geht oft mit Demonstrationen und Kundgebungen einher. Andere stellen traditionell den Maibaum auf oder zelebrieren diesen Feiertag feuchtfröhlich. Einige Historiker gehen davon aus, dass der alte Brauch des Maibaums auf die Wikinger zurückgeht. Sie stellten in der Mainacht den „Thorsbaum“ auf – zu Ehren des nordischen Donnergottes Thor. Durch ihn bekam der Baum seine Symbolik verliehen und steht seither für Stärke und Fruchtbarkeit.

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Heute steht der Maibaum bei uns in Bayern eher als Zeichen für den Wettkampf und das Zusammenkommen. 

Dies sieht man deutlich an den Bräuchen, die mit dem Maifest einhergehen. Da ist zum einen das Maibaumstehlen: In der Regel wird der bewachte Baum des Nachbarorts von Gemeindezusammenschlüssen oder Burschenverbänden entwendet. Als Auslöse werden oft große Mengen Bier ausgehandelt. Zum anderen nicht zu vergessen: das Maibaumkraxeln! Hier zeigen die Mannsbilder ihr Können. Denn nur wer Kraft und Stärke beweisen kann, schafft es, den Stamm bis zum ersten Kranz hinaufzuklettern. Welcher Baum hierfür ausgesucht wird, ist oft von Region zu Region verschieden. Im Rheinland ist es meist eine Birke, hingegen findet man in Bayern häufig Nadelbäume. Das Maibaumaufstellen ist eine in Bayern bekannte Art, den Sommer zu begrüßen. In anderen Teilen Deutschlands oder Europas haben sich unterschiedliche Traditionen durchgesetzt. So gibt es den Tanz in den Mai, der oft mit der Walpurgisnacht beginnt. Oder die Maifeuer, die in Ländern wie Schweden gern angezündet werden.

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Doch trotz der verschiedenen Traditionen zelebrieren alle denselben Grundgedanken: den Sommer und all seine Annehmlichkeiten mit der gebührenden Ehre zu feiern.

Der  1. Mai wurde im Jahre 1933 als offizieller Feiertag  von den Nationalsozialisten eingeführt. In diesem Jahr wurde er als „Feiertag der nationalen Arbeit“ begangen, jedoch ein Jahr später aufgrund des Verbots von Gewerkschaften zum „Nationalen Feiertag“ umbenannt. Die Bezeichnung ist heutzutage in den verschiedenen Bundesländern oft unterschiedlich. Verbunden damit sind oft Maikundgebungen und weltweite Demonstrationen von Arbeitern und ihren Organisationen. Auslöser dafür ist die „Haymarket Affair“ aus dem Jahre 1886. In Nordamerika wurde damals zur Durchsetzung des Acht-Stunden-Tages zum Generalstreik aufgerufen. Auf dem Haymarket in Chicago hielt der Chefredakteur der sozialistischen Arbeiterzeitung, August Spies, am 1. Mai eine große Rede, die zu Aufruhr und Streik führte. Es ging so weit, dass am 3. Mai bei schweren Auseinandersetzungen sowohl Demonstranten als auch Polizisten getötet wurden. Zum Gedenken an die Opfer führte man 1889 den 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ein, begleitet von jährlichen Massenstreiks und -demonstrationen.



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