Die Kunst des Smalltalks

Bilder: Bobo191 – Dreamstime
Autor/in: Redaktion Impuls Lifestlye

Obwohl allseits bekannt, meistern ihn doch nur die wenigsten in eleganter Weise: den Small-talk. Wer sich jedoch ein wenig genauer damit beschäftigt und die wichtigsten Smalltalk-Regeln beherrscht, wirkt nicht nur souverän im sozialen Umgang mit anderen, sondern öffnet sich auch Tür und Tor für den persönlichen Erfolg. Laut Oscar Wilde lautet die goldene Regel des Smalltalks, „vieles zu berühren und nichts zu vertiefen“. Doch lassen Sie uns ein wenig tiefer in dieses Thema eintauchen.

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Kennen Sie die Situation? Die vielen Ihnen fremden Besucher, die rund um Sie herumstehen, unterhalten sich angeregt, lachen, tauschen sich aus und genießen ausgelassen die Veranstaltung. Sie stehen etwas abseits und warten darauf, einen Bekannten zu treffen, um endlich jemanden zum Reden zu haben. So geht es vielen Menschen, doch das muss nicht sein, denn mit ein paar kleinen Tricks werden Sie zum Smalltalk-König und finden schnell bei jeder Veranstaltung Anschluss.

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Laut Verhaltensforschern gelten jene Menschen als charismatisch, die den Smalltalk perfekt beherrschen und in kürzester Zeit sowie mit wenig Einsatz Kontakte knüpfen und pflegen können. Die große Kunst besteht darin, Sympathien zu gewinnen, zum richtigen Zeitpunkt das richtige Thema zu wählen und so die Unterhaltung zu fördern. Eine der wichtigsten Fähigkeiten auf dem Weg zum Smalltalk-König ist jene, sich in die Persönlichkeit des Gegenübers zu versetzen, Themen und Interessen des anderen zu erkennen und ihm ein Gefühl von Gemeinsamkeit zu vermitteln. Mit diesem einfachen Vorgehen schaffen Sie Interesse an Ihrer Person, und einem gemütlichen Plausch steht nichts mehr im Wege.

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Smalltalk will geübt sein!

Führen Sie aus diesem Grund vorab einen „Testlauf“ mit Menschen durch, die Ihnen sympathisch sind; so ist es oft leichter, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Auch bereits vorhandene Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel Sprachlautstärke, -schnelligkeit und -stil erleichtern den Einstieg.

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Was steckt hinter einem sympathischen Smalltalk?

Wichtig ist, dass beide Gesprächspartner einem Gespräch offen gegenüberstehen. Der Blickkontakt sorgt für die nötige Aufmerksamkeit, während die Verwendung von „W-Fragen“ (Wie?, Was? usw.) von Interesse am Gegenüber zeugt. Nehmen Sie sich als Person zurück und versuchen Sie so gut wie möglich auf Ihr Gegenüber einzugehen – Klatsch und Tratsch finden in diesem Rahmen keinen Platz. Auch Ich-Botschaften sollten beim Smalltalk tunlichst vermieden werden, denn wer möchte sich schon mit jemanden unterhalten, dem es nur um sich selbst geht?

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Lassen Sie Raum für Pausen und vermeiden Sie es, jemanden in einem Gespräch zu unterbrechen. Um dem Ganzen die gewisse Würze zu verleihen, sollten Sie das Gesprochene Ihres Gesprächspartners in eigenen Worten wiederholen. Abgedroschene Floskeln wie „Wie geht es Ihnen?“ sollten vermieden werden, da meist kein „echtes“ Interesse besteht – Fragen Sie stets aus Interesse und nicht aus Neugierde. Wählen Sie positive und erfreuliche Themen, die Ihnen liegen. Sport, Reisen, Kultur oder ein aktueller Anlass sind dafür hervorragend geeignet. Wenn Sie Komplimente vergeben, sollten Sie auf die Dosierung achten. Um einen optimalen Verlauf zu gewährleisten, ist es wichtig, sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen. Das Gegenüber sollte durch Aussagen wie „Das ist ja interessant“ oder „Darüber würde ich gerne mehr erfahren“ ermutigt werden, so bleiben Sie im Gespräch. Merken Sie sich jedoch unbedingt die Antworten auf Ihre Fragen, ansonsten gelten Sie schnell als unaufmerksam und als schlechter Zuhörer.

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Enorme Pluspunkte sammeln Sie, wenn Sie Ihre Gesprächspartner mit Namen ansprechen, denn jeder hört seinen eigenen sehr gerne. Sollten Sie den Namen jedoch einmal vergessen haben, dann geben Sie offen und ehrlich zu, dass es so ist. Mit Fragen wie „Helfen Sie mir bitte mit Ihrem Namen“ können Sie der Problematik höflich entgegenwirken.

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Machen Sie dabei jedoch unbedingt deutlich, dass Ihnen zwar der Name, jedoch nicht die Person entfallen ist, indem Sie beispielsweise auf die letzte Begegnung hinweisen. Beim Smalltalk-Knigge gibt es natürlich auch Themenfelder, die einer angenehmen Gesprächsatmosphäre gefährlich werden können, daher sollten Sie schlechte Nachrichten und konfliktträchtige Thematiken umgehen. Politik, Krankheiten, Religion und Katastrophen sind negativ behaftet oder zu persönlich und schaffen kein gutes Klima.

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Achten Sie auf Ihre Ausdrucksweise, denn hemmungslose Selbstdarstellung, Prahlerei oder Kraftausdrücke sind genauso fehl am Platz wie derbe Witze, sexistische Bemerkungen, ganz allgemein ein Benehmen, das von schlechten Manieren zeugt, und Diskussionen über Sinn und Unsinn eines Themas. Speziell im Berufstalk sollten Sie darauf achten, keine Firmeninterna auszuplaudern, und sich nicht über Arbeitsbedingungen, Auftragslage oder Gewinne auslassen. Sollten Sie dennoch ein Thema erwischen, das peinlich und unangenehm ist, sprechen Sie den Satz gar nicht erst zu Ende, sondern entschuldigen Sie sich kurz und ohne viel Aufhebens.

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Vorsicht im Umgang mit Worten.

Seien Sie tolerant. Grüßen Sie immer als Erster. Grüßen Sie den Gastgeber und bedanken Sie sich. Wägen Sie ab, ob eine Begrüßung mit Handschlag angebracht ist. Fester Händedruck und Augenkontakt sind Voraussetzung. Stehen Sie vom Stuhl auf, wenn jemand Neues hinzukommt. Beachten Sie die Rangfolge: Ältere vor Jüngeren, Damen vor Herren, Ranghöhere vor Rangniedrigeren. [/box]Wenn Sie sich einer Person neu vorstellen oder die Visitenkarte überreichen, versuchen Sie vorab zu erkennen, ob Interesse an Ihrer Person besteht. Wenn ja, können Sie sich mittels „Elevator Pitch“ innerhalb von 30 Sekunden kurz vorstellen – dabei sollten Sie Fakten zu Ihrer Person, Tätigkeit, Firma, Dienstleistung oder Ihr Produkt benennen. Versuchen Sie stets offene Fragen zu stellen und gehen Sie erst zur nächsten über, wenn die erste beantwortet ist. Dabei ist es wichtig, die Fragen neutral zu kommentieren und nicht zu werten, denn ungebetener Rat kommt nie gut an.

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Achten Sie darauf, nicht nur Ihre verbalen Aktionen zu steuern, sondern auch Ihre nonverbalen. Um Aufmerksamkeit auch in der Körpersprache zu vermitteln, sollten Sie lächeln und ab und zu nicken. Wenn Sie das Gespräch beenden müssen, weil Sie zum Beispiel einen Termin haben, ersuchen Sie um Verständnis und stellen Sie in Aussicht, das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt fortzuführen.

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Verabschieden Sie sich mit einem Lächeln und situationsabhängig gegebenenfalls mit einem Handschlag, aber lassen Sie Ihren Gesprächspartner vorher unbedingt zu Ende sprechen und schließen Sie die Situation mit Sätzen wie „Ich habe das Gespräch mit Ihnen sehr genossen, muss aber noch mit einem Kunden/einer Kundin etwas besprechen“ oder „Es war schön, Sie kennenzulernen“ ab.

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Sie sehen, mit ein paar kleinen Gesten und Worten steht dem perfekten Smalltalk nichts mehr im Wege. Selbstverständlich ist auch hier ein wenig Übung notwendig, doch versuchen Sie es einfach – Sie werden feststellen, welch große Fortschritte Sie binnen kürzester Zeit machen!



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