Haben Sie schon mal was von Ölziehen gehört?

Autor: Rosemarie Pieringer-Ilse
Bild: Kuleczka | Dreamstime

Sind es nicht oftmals die einfachen, unspektakulären, unscheinbaren Dinge des Lebens, die uns verblüffen und in Staunen versetzen? So ein Phänomen ist das „Ölziehen“. Obwohl es von einigen Kritikern aufgrund der relativ spärlichen Forschungsarbeiten zu diesem Thema wenig ernst genommen wird, sprechen die Heilerfolge, die viele Ölzieh-Fans mit dieser Methode erzielen konnten, für sich.

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Zur Historie: 

Ölziehen ist ein ca. 3.000 Jahre altes Heilverfahren aus Indien, eine alternativ-medizinische ayurvedische Methode, bei der mittels einer einfachen Technik, nämlich durch Schlürfen oder Saugen eines Öls in der Mundhöhle, eine heilende Wirkung entsteht. Auf diese Weise ist es möglich, verschiedene Krankheitserreger anzuziehen, zu lösen und anschließend auszuspucken.

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Die Wirkungsweise: 

Das Öl gelangt bis in die schwer zugänglichen Taschen unter dem Zahnfleischrand, wo sich häufig schädliche Bakterien ansiedeln. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass durch Ölziehen der Zustand von Zahnfleisch und Zähnen nachhaltig verbessert wird und Bakterien, Viren und Pilze im Mundraum zu Gunsten unserer Gesundheit deutlich reduziert werden. Bakterien geben im Mundraum Giftstoffe ab. Die Folge davon können unterschiedliche entzündliche Erkrankungen sein. Die besondere Heilkraft des Ölziehens erklärt man sich durch eine Art Fernwirkung, die diese Mundspülung auf die übrigen Organe hat. Die Entgiftungsleistung wird angeregt und festsitzende Schlacken – Abfälle unseres Zellstoffwechsels wie ausgeschiedene Verdauungsrückstände, Säuren, Toxine, die sich im Laufe unseres Lebens in Organen, Gelenken und im Gewebe abgelagert haben – werden ausgeleitet. Über den Mund-Nasen-Rachen-Raum eingedrungene Krankheitserreger werden bei der Spülung an das verwendete Öl gebunden und anschließend über das Ausspucken ausgeschieden. Durch die ständige Saugbewegung beim Ölziehen wird die Thymusdrüse, das Zentrum der Immunität, angeregt. Da die Speicheldrüsen nicht nur eine Verdauungsfunktion haben, sondern außerdem der Ausscheidung von angelagerten Giften dienen, und die Lymphe besonders im Kopfbereich von unseren Muskelbewegungen abhängig sind, werden sie durch das Kauen an den Backen, Schläfen sowie der Hals- und Kieferregion aktiviert und reinigen das Gewebe, was dann wiederum einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem hat.

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Grundlagen des Ölziehens:

Beim Ölziehen werden ein bis drei Mal täglich – vor allem morgens auf nüchternen Magen – ein bis zwei Esslöffel Öl (Sonnenblumen-, Sesam-, Oliven-, Raps- oder Kokosöl) für ca. 20 Minuten im Mund zwischen den Zähnen hin- und hergeschlürft sowie anschließend ausgespuckt. Anfangs ist die Mischung im Mund dickflüssig. Nach einiger Zeit wird sie dünnflüssiger. Erst jetzt kann sie ausgespuckt werden. Die entsorgte Flüssigkeit sollte weiß wie Milch sein. Ist sie noch gelblich, ist das ein Zeichen dafür, dass zu kurz behandelt wurde. Die angesammelte Flüssigkeit in unserem Mundraum ist nun giftig, da sich eine große Menge an Bakterien, Krankheitserregern und diversen anderen schädlichen Substanzen in ihr befindet. Das Öl darf daher auch auf keinen Fall geschluckt werden. Nach dem Ausspucken muss unbedingt lange mit viel warmem Wasser nachgespült werden (mind. zwei bis drei Minuten). Anschließend gründlich und ausreichend lange Zähne putzen und eventuell gurgeln, so dass keine Reste im Mundraum zurückbleiben. 
öl

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