Heiß auf Süßes!

Autor: Rosemarie Pieringer-Ilse
Bilder: Teresa Kasprzycka | Dreamstime

Kennen Sie das nicht auch? Ein unendlich langer, ermüdender Tag, erbarmungslos verplant mit Verpflichtungen und Terminen, angefüllt mit Nachrichten und Anforderungen – das lästige Handy, die Suche nach einem Parkplatz, die Schlange an der Kasse im Supermarkt, die schlechte Note in Mathe, der Brief mit der Steuernachzahlung. 

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Man spürt allmählich, wie die bis dahin unterdrückte Gereiztheit ihren Ausbruch plant, die latente Ungeduld anfängt zu brodeln, die bisher absolut disziplinierte Leistungsbereitschaft ins tiefe Nichts fällt. Der Körper ist in Alarmbereitschaft, fängt an zu zittern, eine leichte Depression bahnt sich an – und dann kommt sie: das SOS-Zeichen unseres Gehirns – die Süßhungerattacke – der Retter in der Not, sozusagen. Schier unausweichlich kommt der Griff zu Hanuta, Snickers, Milky Way, Dickmann’s und Co. Ein ewiger Kreislauf, dem man hilflos ausgeliefert ist – oder?

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Unser Gehirn ist unverschämt und frei von irgendwelchen Skrupeln. Nicht mal bei der Lieblingssendung im Fernsehen, während der Autofahrt nach Hause oder bei der Lieblingslektüre am Strand lässt es uns in Ruhe – ständig suggeriert es: Ich will was Süßes. Diese Symptome können auf Schwankungen unseres Blutzuckers hindeuten, die durch eine regelmäßige Überdosis an raffiniertem Zucker und Weißmehl entstehen. Gleichmäßiger leistungsfähig, besser gelaunt und wesentlich ausgeglichener sind Menschen, die ihren Blutzuckerspiegel über den Tag verteilt konstant halten. Das ist einfach zu erreichen, indem man mehrere kleine Mahlzeiten in regelmäßigen Abständen mit einer ausgewogenen Kombination aus komplexen Kohlehydraten und Eiweiß zu sich nimmt. Das typische Frühstück eines großen Teils der Deutschen ist Kaffee mit Milch und Zucker, Semmel oder Croissant mit Butter und Marmelade, Fertigmüsli oder Cornflakes mit Milch. Dadurch pushen wir unseren Körper auf höchste Insulin-Alarmstufe. Der nächste Heißhunger ist vorprogrammiert. Ernährungsexperten empfehlen deshalb morgens zum Beispiel Eier, als Rührei oder gekocht, Haferflocken, Vollkornbrot, frisch gepresste Säfte, Kräutertee oder Grünen Tee. Diese Kombination macht lange satt. Als Berufstätiger hat man vielleicht mittags die Möglichkeit, eine Brühe mit viel Gemüse zu genießen, die den Blutzuckerspiegel nur leicht anhebt. Nachmittags helfen ein Obstsnack und Joghurt, die Süßhungerattacken zu bändigen. Wenn Sie es dann auch noch abends schaffen, bei magerem Fleisch oder Fisch mit Gemüse oder ein wenig Salat zu bleiben, werden Sie kaum Figurprobleme haben. Ja, Disziplin ist das halbe Leben, aber was wäre ein Leben ohne seine kleinen Ausrutscher? Wahrscheinlich nicht ganz so lebenswert.

Ihre Rosemarie Pieringer-IlseKosmetikerin und Ernährungscoach

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