Moringa

Autor/in: Ingrid Kulzer
Bilder:  Mohammed Anwarul Kabir Choudhury, Peter Schaller | Dreamstime

Moringa ist eine Pflanze, die durch ihre gesunde Wirkung immer mehr Menschen für sich begeistert. Wir wollten wissen, was wirklich hinter der neuen „Wunderpflanze“ steckt, und haben uns mit Peter Schaller – Moringa-Produzent und -Importeur – unterhalten, um mehr über den Baum zu erfahren, der seine Ursprünge in Indien hat, dessen Blätter 17 Mal mehr Kalzium als Kuhmilch enthalten und der von vielen als ultimativer Vitaminbooster angesehen wird.

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Moringa enthält:

Vitamine: 

A, B, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, D, E, B12, C, K, P-(Flavonoide)

Mineralstoffe: 

Calcium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalium, Mangan, Kupfer, Zink, Chrom, Selen, Schwefel, Bor und Silicium

Aminosäuren: 

alle 8 essenziellen und 10 nicht essenzielle Aminosäuren mit einem idealen Aminosäureprofil

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Impuls Lifestyle: Wie sind Sie dazu gekommen, sich mit dem Moringa-Baum und seinen Wirkstoffen zu befassen?

Peter Schaller: Die Idee kam zustande, als ich mir Ende 2008 gemeinsam mit meinem Partner eine landwirtschaftliche Farm in Paraguay kaufte. Damals wollten wir eigentlich hochwertiges Rindfleisch produzieren. Der Anfang hatte also überhaupt nichts mit Moringa zu tun. Damit kam ich erst in Verbindung, als uns der Vater unseres heutigen Vorarbeiters auf die Pflanze aufmerksam machte und fragte, warum wir unsere Kühe denn eigentlich nicht mit Moringa füttern. Er erzählte uns, dass die Kühe damit mehr Milch produzieren und pro Tag ein wenig mehr an Körpergewicht zunehmen würden. Das hat uns als Viehmäster natürlich interessiert, sodass wir kurzerhand in einem kleinen Bereich der Farm damit begannen, Moringa anzubauen. Mein Partner, der in Paraguay lebt und die Farm größtenteils bewirtschaftet, war dann sehr erstaunt darüber, wie schnell der Moringa-Baum wuchs. Im Sommer waren dies täglich zwischen zwei und drei Zentimeter, im Jahresdurchschnitt dann jährlich zwischen 3,80 und 4 Meter. Damals dachte ich mir noch nicht viel dabei. Erst nach den ersten Versuchen, als wir begannen, den Moringa-Baum ins Zusatzfutter unserer Kühe zu häckseln und dieses Futter einem ausgewählten Teil der Rinder – uns ging es schlussendlich ja um den Vergleich zwischen Futter mit Moringa und Futter ohne Moringa – zu füttern, bemerkte ich den außerordentlichen Unterschied. Bei nicht Moringa gefütterten Kühen kamen wir im Jahresdurchschnitt auf eine Gewichtszunahme von ca. 620–680 g pro Tag, mit Moringa gefütterte Kühe hatten dazu im Vergleich einen Wert zwischen 780 und 840 g pro Tag – also gute 10 Prozent mehr. Bei 365 Tagen im Jahr macht das einen deutlichen Unterschied und erstaunte uns.

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Als ich diese Erkenntnis dann meiner Mutter erzählte, die selbst Ernährungsberaterin und seit 25 Jahren in diesem Bereich tätig ist, meinte sie sofort: „Seid ihr wahnsinnig? Moringa ist doch nichts für Kühe, das ist doch für den Menschen gedacht.“ Dann erst habe ich begonnen, mich einzulesen und zu recherchieren. Ich bin dann auf eine Auswertung gestoßen, laut der Moringa 17 Mal mehr Kalzium als Kuhmilch, ein Vielfaches mehr an Vitamin C als Orangen und ein Vielfaches mehr an Mineralien im Vergleich zu anderen mineralienreichen Getreidesorten besitzt. Zeitgleich wurde mein Partner in Paraguay schwer krank; er litt unter dem zweiten Denguefieber. Er wurde dann im Krankenhaus zehn Tage vollstationär behandelt und es sah aus, als wären seine Tage gezählt. Als es schien, als hätte er keine Chance mehr, hat er sich auf eigene Faust selbst entlassen, denn er war der Meinung, wenn man ihm im Krankenhaus nicht helfen kann, dann könne er auch zu Hause bei seiner Frau sterben. Seine Frau selbst ist Einheimische und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Kräutern und Pflanzen. Sie hat ihm dann Moringa-Blätter gegeben und ob man es glaubt oder nicht, ihn damit wieder aufgepäppelt. Das war letztendlich der Moment, als ich beschloss, mich intensiv mit den Moringa-Blättern zu beschäftigen. Ich war auf Fachvorträgen und habe mich tagelang intensiv eingelesen.

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Impuls Lifestyle: Das klingt ja beeindruckend! Haben Sie Moringa auch schon im Selbstversuch getestet?

Peter Schaller: Ja klar! Als ich 2011 in Paraguay war, habe ich mich mit Moringa-Pulver  und -Blättern eingedeckt. Ab diesem Moment nahm ich täglich zwei Teelöffel des Pulvers. Anfänglich habe ich überhaupt keine Veränderung bemerkt. Erst nach vier bis fünf Wochen fiel mir spontan nach einem sehr schweren Mittagessen auf, dass ich im Vergleich zu früher daraufhin nicht müde wurde. Das hat mich gewundert und ich begann, die Entwicklung ein wenig genauer zu beobachten. Mir ist aufgefallen, dass ich einfach mehr Energie hatte, und da ich weder meine Ernährung noch Sonstiges umgestellt hatte, war für mich klar, dass das an dem Moringa-Pulver liegen muss. Im April 2012 ließ ich bei meinem Hausarzt eine Blutuntersuchung – die ich aufgrund eines früheren Unfalls einmal jährlich machen muss – durchführen. Mein Hausarzt war dann erst einmal erstaunt, dass mein „schlechtes“ Cholesterin massiv nach unten und mein „gutes“ Cholesterin nach oben gegangen ist. Was mir bei meinem Selbstversuch noch auffiel, war, dass ich mich wesentlich schneller von Erkrankungen, wie zum Beispiel Grippe, erhole. Ich werde zwar noch genauso krank wie früher, nur dass ich eben wesentlich schneller wieder genese. Den Vorteil von Moringa sehe ich darin, dass es geballt alle wichtigen Vitamine, Mineralien und Aminosäuren enthält und den Körper damit bestens versorgt.

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Impuls Lifestyle: Das Besondere ist also, dass Moringa die verschiedensten Vitamine und Aminosäuren in sich vereint und dadurch den Körper bestmöglich versorgt?

Peter Schaller: Ja, genau. Um Vitamine aufbereiten und verwerten zu können, braucht der Körper Aminosäuren, Mineralien und viele andere bioaktive Substanzen, die natürlich auch in vielen Gräsern wie Brennnessel oder Löwenzahn vorhanden sind, doch nicht in solch geballter Form.

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Impuls Lifestyle: Es gibt ja viele verschiedene Moringa-Produkte. In welcher Form sollte ich es idealerweise zu mir nehmen?

Peter Schaller: Am besten geeignet ist natürlich das Pulver, da es unter anderem wesentlich günstiger ist als in Kapselform. Der zweite Vorteil des Pulvers ist, dass es ganz nach Belieben kombiniert werden kann. Einfach zwei glattgestrichene Teelöffel in die täglichen Lebensmittel mischen und genießen. Der einzige Nachteil ist die Farbe. Denn wenn man das Moringa-Pulver dazumischt, ist anschließend alles grün.

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 Impuls Lifestyle: Worauf muss bei der Herstellung von Moringa speziell geachtet werden?

Peter Schaller: Je besser die Qualität sein soll, desto schneller müssen die Zeitabstände zwischen Ernte, Waschen und Trocknen sowie zwischen Trocknen und Mahlen sein. Je schneller das Blatt nach der Ernte zu Pulver verarbeitet wird, desto reiner ist die Qualität. Wir ernten zum Beispiel alles per Hand, was wesentlich genauer ist und so für einen höheren Reinheitsgrad des Moringa sorgt. Es macht das Produkt im Vergleich zu asiatischen, maschinell gepflückten Produkten aber auch teurer.

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Impuls Lifestyle: Woher kommt Moringa ursprünglich?

Peter Schaller: Aus Nordindien. Es wächst aber über die ganze Südhalbkugel verstreut. Man kann sagen, dass Moringa überall, wo es wächst, auch für seine nahrhafte, heilsame und gesunde Wirkung bekannt ist.

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Impuls Lifestyle: Wo kann man bei uns Moringa-Pulver kaufen?

Peter Schaller: In Freilassing bekommt man es zum Beispiel im Reformhaus Sulek in der Hauptstraße 33. Man kann es aber auch online über www.estancia-verde.de bestellen. Der Preis einer Dose mit 250 g Moringa liegt ungefähr bei 42 Euro. Ich verkaufe ganz bewusst keine kleineren Mengen, da erst nach einer gewissen Zeit ein Effekt spürbar wird.

IMG_6713.JPGIMG_6630IMG_6724.JPGDa-Max-der-bringt´s.

Moringa-Basilikum-Pesto
2 Basilikumtöpfe (je nach gewünschter Menge) 40 g Pinienkerne 60 g Parmesan (oder einen richtig guten Ziegenpecorino) 1 Knoblauchzehe 1 Teelöffel Moringa-Pulver 10–12 EL Olivenöl 1 Prise Himalajasalz Zubereitung: Basilikumblätter abzupfen und hacken. Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten (kann man auch lassen, wenn‘s schnell gehen soll) und hacken, den Käse würfeln. Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Alles zusammen in einem Mörser zu einer Paste verarbeiten. Dann das Moringa-Pulver dazugeben und anschließend nach und nach das Öl unterrühren. Mit Salz abschmecken.

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Sulek

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