Unsere Haut im Wandel der Zeit

Die Haut umhüllt unseren Körper und unterscheidet sich aufgrund der Tatsache, dass wir sie sehen und fühlen können, von allen anderen Organen. Bei Erwachsenen hat sie eine Gesamtfläche von ungefähr zwei Quadratmetern und erfüllt viele wichtige Funktionen für unseren Organismus. Sie ist Schutzorgan, Sinnesorgan, Wärmeregulierungsorgan, Ausscheideorgan, Atmungsorgan, Stoffwechselorgan und Kommunikationsorgan. Gleichzeitig gilt sie als Spiegel unserer Seele und unseres Wohlbefindens. 

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Die Architektur der Haut besteht aus einem strukturierten, komplexen Zusammenspiel von drei verschiedenen Hautschichten: der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Diese Schichten liegen untereinander, wobei jede dieser Ebenen wichtige Funktionen erfüllt.

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Wie verändert sich unsere Haut und warum? 

Bereits ab dem 20. Lebensjahr reduziert sich unsere Hautdicke. Die Oberhaut (Epidermis) wird dünner und verliert die Fähigkeit, genügend Feuchtigkeit zu speichern. In der Lederhaut werden weniger strukturbildende Faserproteine wie Kollagen und Elastin gebildet; wir sprechen von einer beginnenden Hautatrophie und einer Reduktion der Dermisdicke. Auch die Spannkraft und die Elastizität unserer Haut lassen allmählich nach.

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Meist beginnt die Haut zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr deutlicher zu altern. Erste Linien und Falten bilden sich und spätestens ab dem 40. Lebensjahr bzw. bei Frauen mit dem Eintritt in die Wechseljahre beginnt eine deutliche Reduzierung der Kollagenfasern, woran unter anderem der Rückgang an Östrogen mitverantwortlich ist. Auch der Hyaluronsäuregehalt verringert sich und damit die Fähigkeit der Zellen, Wasser zu binden. Als Resultat senken sich die Konturen und die Muskulatur baut ab.

Ein weiterer Effekt lässt sich in einem sichtbaren Nachlassen der Talg- und Schweißdrüsenproduktion feststellen. Die Haut wird dadurch sicht- und fühlbar trockener sowie empfindlicher. Sie fängt an zu spannen, schuppt sich vermehrt ab und wird oftmals rissig und gereizter, was zu einem unangenehmen Juckreiz führen kann. Die Zellregeneration verringert sich und im Laufe der Jahre nimmt der Reparaturmechanismus der Zellen ab, was zur Folge hat, dass sowohl innere als auch äußere Einflüsse ihren Tribut zollen. Auch die sogenannte Blutstromgeschwindigkeit in unseren feinen Blutgefäßen (Kapillaren) reduziert sich: Es kommt zu erweiterten Äderchen (Teleangiektasien) und flächigen Rötungen vor allem an Nase, Wangen und Dekolleté. Auch die Melanozyten, die den braunen Farbstoff Melanin herstellen, verändern ihre Produktion und es kommt zu Pigmentverschiebungen sowie Altersflecken.

In der Dermatologie unterscheidet man zwischen der Zeitalterung (intrinsische Alterung) und der Lichtalterung (extrinsische Alterung). Die Zeitalterung ist eine natürliche, vorgegebene, langsame Alterung, die von gewissen Zyklen beeinflusst wird und die gesamte Haut betrifft. Sie ist im Wesentlichen abhängig von der genetischen Disposition und dem kontinuierlich absinkenden, sich verändernden Hormonspiegel. Die Lichtalterung hingegen ist extrem abhängig vom individuellen Lebensstil und dem eigenen Lichttyp (hell- oder dunkelhäutig). Lichtexponierte Areale wie Gesicht, Hals, Nacken, Dekolleté, Arme und Hände sind besonders betroffen, da sie vermehrt der UV-Strahlung ausgesetzt sind.

Auch Tabak hat negative Auswirkungen auf die Hautzellen und ihre Zellbestandteile. Wer raucht, altert deutlich schneller. Jeder Zug an einer Zigarette verschlechtert die Mikrozirkulation. Dies führt zu einer verminderten Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Gewebe. Auch chronische Entzündungen beschleunigen den Prozess der Hautalterung. Die Zusammenhänge wurden in den letzten Jahren medizinisch fundiert und werden unter dem Begriff „Inflammaging“ beschrieben. Aufgrund ungesunder, einseitiger Ernährung, Übergewicht, Schlafmangel, diversen Medikamenten oder Medikamentenmissbrauch und beispielsweise anhaltendem Stress bilden sich in unserem Körper vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe (proinflammatorische Zytokine), die gegen das natürliche Repairsystem unserer Hautzellen kämpfen. Sogenannte freie Radikale (aggressive Moleküle, die die Zellen und ihre Erbsubstanz schädigen können) tragen leider ebenfalls einen Teil zur Hautalterung bei, denn der dadurch entstehende oxidative Stress schädigt unsere Zellen.

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Ein weiteres Schlagwort hat in der Dermatologie und Kosmetologie an Bedeutung gewonnen: 

Verzuckerung (Glykierung). Als Glykierung bezeichnet man die Verbindung von Kohlenhydraten (Zucker) und Eiweiß im Organismus. Dadurch verkleben Kollagenfasern miteinander und es kommt zum Elastizitätsverlust. Fazit: eine verstärkte Faltenbildung.

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Ob wir wollen oder nicht, wir alle – egal, auf welchem Kontinent wir leben oder welche Hautfarbe wir haben – müssen uns dem Alterungsprozess zweifelsohne beugen. 

Die Zeitalterung ist unabdingbar und ganz der Natur unterworfen. Die Lichtalterung können wir jedoch sehr stark beeinflussen, und zwar nicht nur, indem wir das Alter bewusst sowie mit Respekt annehmen, sondern auch, indem wir unserem Körper mit Selbstachtung begegnen, uns gesund ernähren, unseren Geist erweitern und eine präventive Hautpflege betreiben. Mit einem Zitat von Heinrich Martin möchte ich Ihnen einige positive Gedanken mit auf den Weg geben und Sie vielleicht ein wenig zum Schmunzeln bringen.

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„Entfloh mit der Jugend der Zauber der Schönheit, die heitere Laune, das glühende Herz, entschädigt dafür uns im Alter die Weisheit, Verständnis für Schönheit, Empfängnis für Scherz.“

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Ihre Rosemarie Pieringer-Ilse

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