Weihnachten geht durch den Magen

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Autor: Redaktion Impuls Lifestlye

Wir sind so richtig in der Adventszeit angekommen. Natürlich soll es eine besinnliche Zeit werden, die man mit all ihrer Magie und ihrer besonderen Stimmung ausgiebig genießen möchte. Doch zur Weihnachtszeit brennen uns zwei Fragen besonders auf den Lippen: Was verschenke ich? Und was koche ich denn nur bei der nächsten Weihnachtsfeier? Und diese beiden Fragen sind gar nicht leicht zu beantworten und fordern einiges an kreativen Ideen ein. Wir haben für Sie mit Gastrosophin Rosemarie Haider gesprochen und uns bei ihr Antworten geholt.

Liebe Rosemarie, am schönsten ist ein Geschenk doch, wenn es etwas Selbstgemachtes ist. Was sind deine Tipps für Geschenkideen aus der Küche? Und wie kann man diese herstellen?

Selbstgemachte Geschenke aus der Küche sind immer etwas ganz Persönliches und haben einen besonderen Wert. Grundsätzlich können solche Geschenke das ganze Jahr über relativ schnell und einfach hergestellt werden. Dazu braucht es nur einige Überlegungen, die passenden Behältnisse und ein weinig Zeit. 

Selbstgemachte Weihnachtsplätzchen sind ein Klassiker zur Weihnachtszeit. Auch gebrannte Mandeln dürfen nicht fehlen. Getrocknete Kräuter und Blüten des Sommers zu einer Teemischung verarbeitet erfreuen jeden Teetrinker. Kreative Salz-, Kräuter- oder Ölmischungen lassen das Herz jedes Hobbykochs höher schlagen. Auch getrocknete Apfelringe sind sehr beliebt, denn sie schmecken nicht nur köstlich, sondern sind auch eine gesunde Nascherei – ganz abgesehen von den vielen Marmeladen- oder Chutney-Kreationen, die aus den Früchten des Sommers hergestellt werden. Angesetzte Schnäpse und Liköre sowie Essige mit Kirschen, Himbeeren, Johannisbeeren oder Fliederblüten sind wahre Gaumenfreuden und als Geschenke immer willkommen. Was überhaupt nicht fehlen darf, sind die klassischen Weihnachtsstollen, Früchte- und Apfelbrot.

Wie sieht das perfekte Weihnachtsmenü für dich aus? 

An Weihnachten wird meist für die ganze Familie gekocht, und aus gegebenem Anlass will man sich etwas Besonderes gönnen. Doch auch wenn Weihnachten ein hohes Fest ist, möchte niemand stundenlang in der Küche stehen. Eine gute Planung und ein durchdachtes Zeitmanagement sind für die entspannte Vorbereitung des Weihnachtsessens entscheidend. Ein genauer Überblick über die Speisenfolge, ein guter Zeitplan und die Wahl der Gerichte, die sich gut vorbereiten lassen, dämmen den Stresspegel zu den Feiertagen enorm. 

Noch weniger hektisch ist es, wenn sich Familienmitglieder die Arbeit in der Küche teilen. Beim gemeinsamen Kochen in lockerere Atmosphäre entstehen interessante Gespräche. Grundsätzlich wähle ich das Weihnachtsmenü so aus, dass ich im Vorfeld schon einen Großteil vorbereiten kann. Die Suppe ist in den Tagen vor dem Fest schnell gekocht. Meistens gibt es einen Braten mit köstlichen Beilagen, die im Rohr nebenbei mitbrutzeln. Salat wird frisch gemacht, und das Dessert wird am Tag davor schon zubereitet. 

Welche Nachspeise bietet sich in der Weihnachtszeit an?

Typisch für winterliche- oder weihnachtliche Desserts ist die Verwendung von warmen Gewürzen wie Zimt, Lebkuchengewürz, Vanille, Nelken oder die Verwendung von Marzipan, Schokolade oder Karamell. Aber auch fruchtige Komponenten wir Zitrusfrüchte, Granatapfel oder Äpfel sind für Weihnachtsdesserts sehr gut geeignet. Für den gewissen Pepp sorgen mit Likör beschwipste Obstsalate, Mousses oder in Amaretto oder Zitronenlikör eingelegte Früchte mit einer Kugel Vanilleeis. Eine Creme aus Joghurt oder Quark mit einem Schuss Zimtlikör verzaubert unsere Sinne. 

Neben den weihnachtlichen Dessert-Klassikern sind Schichtdesserts eine einfache und köstliche Wahl. Diese lassen sich sehr gut vorbereiten, da meist nur wenige Zutaten dafür benötigt werden. Hübsch geschichtet werden diese dann zur ultimativen Weihnachts-Schlemmerei. 

Welche Aperitifs und Getränke reichst du deinen Gästen an Weihnachten?

In der kalten Jahreszeit sehnen wir uns nach Getränken wie Punsch & Co. Warm und kräftig sollen sie sein und sinnlich nach Weihnachten duften. Diese Getränke tun dem Körper gut und gehören einfach dazu. Ein weihnachtlicher Aperitif, dessen Zutaten herrlich zu der kalten Jahreszeit passen, ist immer eine gute Idee. Für alle, die ihren Gästen doch lieber etwas kühles, prickelndes anbieten möchten, ist mein Tipp vielleicht genau das Richtige.

Mein Favorit: In ein Sektglas bodenbedeckt Granatapfelkerne füllen, etwas Orangensaft und dann mit Prosecco aufgießen. Nach einer Weile steigen die Granatapfelkerne durch die Kohlensäure an die Oberfläche. Durch die Kombination aus prickelnder Frische und dem süß-sauren Geschmack der Fruchtkerne ergibt sich ein harmonischer Geschmack. 

Die meisten von uns kochen an Weihnachten zu viel, sodass einiges überbleibt. Welche Tipps hast du zur leckeren „Resteverwertung“ für uns? 

Ob Gans, Ente oder Rinderfilet, die Reste vom Festtagsbraten schmecken am nächsten Tag auch kalt köstlich, beispielsweise in Scheiben geschnitten auf Brot mit Gurkerl. Dazu passen selbst gemachte Mayonnaise, Remoulade, Meerrettich oder Kräuterquark. 

Reste von Geflügelfleisch lassen sich außerdem hervorragend zu einem Salat weiterverarbeiten, beispielsweise mit gekochtem Reis oder Nudeln, etwas Gemüse und frischen Kräutern. Aus Schweine- oder Rinderbraten ist im Handumdrehen ein leckeres Gröstl zubereitet. 

Salat, Gemüse- oder Obstreste sollten zeitnah verbraucht werden. Gemüsereste machen in einem Auflauf, in einer Suppe, einem Eintopf oder in einem Omelett  immer eine gute Figur. Obstreste ergeben ein köstliches Kompott, einen Obstsalat oder ein Obstmus. Auch Smoothies lassen sich aus Obstresten zaubern.

Über Rosemarie Haider:

Rosemarie Haider ist im Mühlviertel auf einem Biobauernhof aufgewachsen und hatte von Kindheit an einen Zugang zum Leben im Einklang mit der Natur und den Jahreszeiten. 

Die Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel war für sie immer gegenwärtig. Sie ist Landwirtschaftsmeisterin, Dipl. Ernährungsberaterin-TCM (Traditionelle chinesische Medizin) und Dipl. TEH-Praktikerin (Traditionelle europäische Heilkunde) sowie Gastrosophin und sieht sich als Botschafterin für gesunde, ausgewogene und vor allem genussvolle Ernährung. 

Ihr Ziel ist es, Interessierte für die Bedeutung der Auswahl von regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu begeistern. 

www.gastrosophische-praxis.at





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